AirDrop-Alternativen im Browser — ohne App, zwischen beliebigen Geräten
Wie fünf Ansätze wirklich arbeiten, was sie einschränken und wann welcher passt
Dateien hier ablegen und sofort loslegen Jetzt übertragen
AirDrop gehört zu Apple; Windows und Android können es nicht nutzen. Plattformübergreifende Wege lassen sich in drei Familien einteilen: Peer-to-Peer im Browser, das man einfach aufruft (Snapdrop, PairDrop und diese Seite); Werkzeuge fürs lokale Netz, die auf jedem Gerät installiert werden (LocalSend); und Dienste, die erst die ganze Datei auf einen Server laden und dann einen Link geben (WeTransfer und ähnliche). Entscheidend sind vier Punkte: Muss etwas installiert werden, geht es über Netzgrenzen, laufen Dateien über einen Server, und wird das Ergebnis geprüft.
Die Installations-Familie ist meist am schnellsten, weil sie im lokalen Netz bleibt und keinen Umweg übers Internet nimmt. Der Preis: Jedes beteiligte Gerät braucht vorher die App. Zwischen eigenem Handy und Laptop kein Problem; sobald es an das Gerät einer anderen Person geht, wird es zur Hürde — kaum jemand installiert Software, um eine Datei zu empfangen.
Bei der Familie «erst hochladen, dann Link» müssen beide Seiten nicht gleichzeitig online sein — dafür liegt die Datei eine Weile auf fremden Servern, und die Gratis-Grenzen und Ablauffristen gibt es, weil Speicher und Bandbreite dort Geld kosten. Die direkte Übertragung im Browser hat diese Kosten nicht und deshalb auch keine dieser Grenzen; der Preis ist, dass beide Seiten gleichzeitig auf der Seite sein müssen.
Alle fünf im Vergleich
| Lösung | App nötig? | Netzübergreifend? | Über einen Server? | Integritätsprüfung | Stand |
|---|---|---|---|---|---|
| AirDrop | Im System enthalten | Nur Geräte in der Nähe | Nicht über einen Server | Öffentlich nicht dokumentiert | Nur zwischen Apple-Geräten |
| Snapdrop | Nichts zu installieren | Gleiches Netz nötig | Über deren Server geleitet | Öffentlich nicht dokumentiert | Domain hat den Besitzer gewechselt |
| PairDrop | Nichts zu installieren | Netzübergreifend | Nicht über einen Server | Öffentlich nicht dokumentiert | Wird aktiv gepflegt |
| LocalSend | Auf jedem Gerät | Gleiches Netz nötig | Nicht über einen Server | Öffentlich nicht dokumentiert | Wird aktiv gepflegt |
| WeTransfer | Nichts zu installieren | Netzübergreifend | Erst hochladen, dann herunterladen | Öffentlich nicht dokumentiert | Gratis-Stufe ist begrenzt |
| TutuDrive Send | Nichts zu installieren | Netzübergreifend | Nicht über einen Server | sha-256 für jede Datei | Diese Seite |
Einzeln betrachtet
Häufige Fragen
Wie funktioniert ein «AirDrop im Browser» wirklich?
Browser bringen WebRTC mit, ursprünglich für Videoanrufe gebaut, womit sich ein direkter Kanal zwischen zwei Browsern öffnen lässt. Der Server erledigt genau eine Aufgabe: Er hilft beiden Seiten, die Informationen auszutauschen, um einander zu finden. Danach läuft die Datei über diesen Kanal und berührt den Server nicht mehr. Deshalb brauchen solche Werkzeuge auch keine App — die Fähigkeit steckt schon im Browser.
Geht das auch, wenn beide Geräte nicht im selben WLAN sind?
Kommt auf die Familie an. Werkzeuge wie LocalSend, die Geräte im lokalen Netz finden, können das nicht: Hängt das Handy am Mobilfunk und der Laptop am Büro-WLAN, sehen sie einander nie. Bei AirDrop ist es ähnlich — die Geräte müssen nah genug sein. Die direkte Übertragung im Browser überschreitet dagegen Netzgrenzen: Die Verbindungsdaten werden einmal über einen Server ausgetauscht, danach finden sich beide Seiten übers Internet. Diese Seite gehört zur zweiten Gruppe, und wenn eine Direktverbindung wirklich nicht zustande kommt (manche Firmen- oder Campusnetze blockieren sie), schaltet sie auf einen Relay um und schreibt das auch hin.
Welches ist «WebDrop»?
Der Name gehört nicht einem einzelnen Produkt. Es gibt mindestens fünf: ein quelloffenes Werkzeug für Gruppenübertragung im Browser, eine Seite rund um Peer-to-Peer plus Chat, eine Chrome-Erweiterung (die in Wahrheit über die Cloud leitet und die Dateigröße begrenzt), eine weitere gleichnamige Seite, und eine Android-App, die einen kleinen lokalen Server startet, damit andere die Dateien im Browser abholen. Wenn du also eine Anleitung «WebDrop benutzen» findest, prüfe zuerst, welches gemeint ist — die Mechanismen unterscheiden sich völlig, und manche sind gar nicht Peer-to-Peer.
Welche davon brauchen überhaupt keine Installation?
Snapdrop, PairDrop, WeTransfer und diese Seite laufen von einer Webseite aus, auf beiden Seiten ohne Installation. LocalSend braucht seine App auf jedem beteiligten Gerät. AirDrop muss man auch nicht installieren, aber nur weil es Teil von Apples Betriebssystemen ist — auf Nicht-Apple-Geräten gibt es die Option gar nicht.