Eine PairDrop-Alternative — gleiche Idee, und hier sind die Unterschiede
Keines braucht eine App; wir ergänzen Prüfsummen und einen Relay als Rückfall, es ergänzt Quelloffenheit und Self-Hosting
PairDrop ist ein Fork von Snapdrops Code, weiterhin aktiv gepflegt, reine Webseite, auf WebRTC gebaut und in der Lage, Geräte über verschiedene Netze hinweg zu koppeln statt nur innerhalb eines LANs. Es gehört zur selben Familie wie diese Seite, deshalb steht in der Tabelle unten kein Urteil darüber, wer insgesamt besser ist — nur ein paar konkrete Unterschiede.
QuelleDateien hier ablegen und sofort loslegen Jetzt übertragen
Zwei Unterschiede zählen wirklich. Erstens: Wir vergleichen nach jeder angekommenen Datei einen sha-256-Wert und schlagen hörbar fehl, wenn beide Seiten auseinandergehen. Das deckt den Fall ab, dass eine Datei ankommt, aber unbemerkt beschädigt ist — besonders wichtig bei mehreren Gigabyte Video oder einem ganzen Ordner Material.
Zweitens: Wenn eine Direktverbindung wirklich nicht zustande kommt — manche Firmen- oder Campusnetze, oder beide Seiten hinter striktem NAT — fragen wir, ob auf einen Relay umgeschaltet werden soll, kennzeichnen das entsprechend und löschen die Kopie, sobald die Gegenseite sie abgeholt hat. Umgekehrt hat es etwas, das uns fehlt: Der Code ist offen, du kannst eine eigene Instanz aufsetzen, und die Serverseite gehört ganz dir. Das können wir nicht bieten.
Punkt für Punkt
| Kriterium | PairDrop | TutuDrive Send |
|---|---|---|
| Etwas zu installieren | Nichts zu installieren — es ist eine Webseite | Nichts zu installieren — läuft im Browser |
| Welchen Weg die Daten nehmen | Peer-to-Peer über WebRTC, dasselbe Verfahren wie hier | Direkt von Gerät zu Gerät. Klappt das nicht, schalten wir auf einen Relay um und schreiben das auch hin — wir tun nicht so, als wäre es noch direkt. |
| Über verschiedene Netze | Ja — die Kopplung über verschiedene Netze gehört zu seinen erklärten Funktionen | Ja — beide Seiten müssen nicht im selben Netz sein |
| Integritätsprüfung | Öffentlich nicht dokumentiert | Jede Datei wird beim Ankommen per sha-256 verglichen; ein Byte daneben und es schlägt fehl |
| Bleibt eine Kopie zurück | Nein — bei direkter Verbindung laufen die Dateien nicht über einen Server | Bei direkter Verbindung bleibt nichts — die Bytes erreichen uns nie. Über einen Relay wird die Kopie gelöscht, sobald die Gegenseite sie abgeholt hat; ein 24-Stunden-Durchlauf sichert das ab. |
| Quelloffen und selbst hostbar | Quelloffen und selbst hostbar — das hat es, wir nicht | Nicht quelloffen, kein Self-Hosting — das haben wir nicht |
Wann du lieber das andere nimmst
- Du willst die Serverseite vollständig kontrollieren oder dauerhaft im eigenen Netz betreiben: PairDrop lässt sich selbst hosten, diesen Weg bieten wir nicht.
- Du vertraust Code, den du Zeile für Zeile lesen kannst: Er ist quelloffen, und dafür gibt es keinen Ersatz.
So geht es hier
- 1
Dateien ablegen oder auf „Dateien wählen“ klicken. Ein ganzer Ordner geht auch.
- 2
Ein QR-Code und sechs Ziffern erscheinen. Die andere Person scannt, tippt die Ziffern ein oder öffnet den Link, den du schickst.
- 3
Sobald die Verbindung steht, läuft die Übertragung. Niemand muss sich anmelden, nichts wird installiert.
Häufige Fragen
PairDrop sieht das andere Gerät nicht — was nun?
Typische Ursachen: Die beiden Geräte sind nicht im selben Netz, oder im Netz ist Client-Isolation aktiv (bei öffentlichem WLAN, Gästenetzen und Firmennetzen üblich) — die Geräte sehen einander nicht, und die automatische Erkennung greift nicht mehr. Du kannst die Kopplungsfunktion nutzen oder einen Weg gehen, der ohne Erkennung auskommt: Diese Seite arbeitet mit einem sechsstelligen Code, niemand muss den anderen «sehen»; Code eintippen genügt.
Ist eines von beiden schneller?
Läuft bei beiden eine Direktverbindung, hängt das Tempo an den beiden Netzen und nicht an der Seite — im selben WLAN lastest du meist die Netzwerkkarte aus. Der eigentliche Unterschied ist, ob überhaupt eine Direktverbindung zustande kommt: Wenn nicht, weicht das eine auf einen Relay aus (begrenzt durch dessen Bandbreite), während das andere schlicht scheitert. Statt Nenngeschwindigkeiten zu vergleichen, sieh lieber nach, ob es in deinem Netz verbindet.
Sind hier mehr Schritte nötig als gewohnt?
Gleich viele Schritte: Seite öffnen, Dateien wählen, die Gegenseite scannt oder tippt den Code. Der Unterschied: Hier hängt nichts daran, dass sich Geräte gegenseitig entdecken. Deshalb klappt es auch in öffentlichem WLAN oder Gästenetzen, wo Geräte voreinander verborgen sind — also genau dort, wo automatische Erkennung versagt.
Kann ich einen ganzen Ordner senden?
Ja. Zieh den Ordner hinein, die Seite packt ihn automatisch und behält die Verzeichnisstruktur bei, sodass beim Entpacken auf der anderen Seite wieder der ursprüngliche Aufbau dasteht. Mehrere einzelne Dateien werden gar nicht gepackt — sie gehen nacheinander, und jede ist nutzbar, sobald sie da ist.