Eine LocalSend-Alternative — nichts zu installieren und kein gemeinsames Netz nötig
Die andere Person muss nur eine Webseite öffnen — ein geliehener Laptop oder das Handy einer Kollegin, ohne Installation für eine einmalige Übertragung
LocalSend ist eine native App, die das andere Gerät per Multicast im lokalen Netz findet und die Daten dann verschlüsselt direkt hinüberschickt, ohne nach der Erkennung noch einen Server zu berühren. Das Tempo ist echt, weil kein Umweg übers Internet nötig ist. Die Kosten sind ebenso konkret: Jedes beteiligte Gerät braucht die App, und beide Seiten müssen im selben Netz sein — hängt das Handy am Mobilfunk und der Laptop am Büro-WLAN, findet es die Gegenstelle schlicht nicht.
QuelleDateien hier ablegen und sofort loslegen Jetzt übertragen
Der eigentliche Prüfstein lautet also: Wessen Geräte sind diesmal beteiligt? Sind beide deine und stehen meist in derselben Wohnung oder demselben Büro, lohnt sich die einmalige Installation von LocalSend, und danach geht jede Übertragung schnell. Ist am anderen Ende eine Kollegin, ein Kunde oder ein geliehener Laptop, wird der Schritt «erst eine App installieren» zur Hürde — kaum jemand installiert Software, um eine Datei zu empfangen, und Firmenrechner erlauben es oft gar nicht.
Die zweite Grenze wiegt schwerer: dasselbe Netz. Auf Reisen im Hotel, wenn beide an ihrem eigenen Handy-Hotspot hängen, oder in einem Büronetz mit aktiver Client-Isolation (Geräte sind voreinander verborgen — in Firmen- und öffentlichen WLANs sehr üblich), fällt alles aus, was auf lokaler Erkennung beruht. Der Browser-Weg braucht keine Erkennung: Eine Seite zeigt sechs Ziffern, die andere tippt sie ein, und in welchem Netz die beiden sind, spielt keine Rolle.
Punkt für Punkt
| Kriterium | LocalSend | TutuDrive Send |
|---|---|---|
| Etwas zu installieren | Seine App muss auf jedem beteiligten Gerät installiert sein | Nichts zu installieren — läuft im Browser |
| Welchen Weg die Daten nehmen | Verschlüsselt direkt im lokalen Netz; nach der Erkennung ist kein Server beteiligt | Direkt von Gerät zu Gerät. Klappt das nicht, schalten wir auf einen Relay um und schreiben das auch hin — wir tun nicht so, als wäre es noch direkt. |
| Über verschiedene Netze | Nein — die Erkennung läuft über lokales Multicast, beide Seiten brauchen dasselbe Netz | Ja — beide Seiten müssen nicht im selben Netz sein |
| Integritätsprüfung | Öffentlich nicht dokumentiert | Jede Datei wird beim Ankommen per sha-256 verglichen; ein Byte daneben und es schlägt fehl |
| Bleibt eine Kopie zurück | Nein — die Übertragung bleibt im lokalen Netz, nichts wird irgendwohin hochgeladen | Bei direkter Verbindung bleibt nichts — die Bytes erreichen uns nie. Über einen Relay wird die Kopie gelöscht, sobald die Gegenseite sie abgeholt hat; ein 24-Stunden-Durchlauf sichert das ab. |
| Quelloffen und selbst hostbar | Quelloffen und läuft ohnehin auf deinen eigenen Geräten | Nicht quelloffen, kein Self-Hosting — das haben wir nicht |
Wann du lieber das andere nimmst
- Beide Geräte gehören dir und stehen meist am selben Ort: einmal installieren, danach läuft jede Übertragung im LAN — meist schneller als alles, was auch nur in die Nähe des Internets kommt.
- Was du schickst, ist sehr groß und ihr seid tatsächlich im selben WLAN: Eine LAN-Übertragung kennt keine Internet-Bandbreite, also begrenzen bei zig Gigabyte nur Netzwerkkarte und Festplatte.
So geht es hier
- 1
Dateien ablegen oder auf „Dateien wählen“ klicken. Ein ganzer Ordner geht auch.
- 2
Ein QR-Code und sechs Ziffern erscheinen. Die andere Person scannt, tippt die Ziffern ein oder öffnet den Link, den du schickst.
- 3
Sobald die Verbindung steht, läuft die Übertragung. Niemand muss sich anmelden, nichts wird installiert.
Häufige Fragen
LocalSend findet das andere Gerät nicht — was nun?
Es findet Geräte über lokales Multicast, deshalb scheitern drei Situationen: Die beiden sind nicht im selben Netz; im Netz ist Client-Isolation aktiv (öffentliches WLAN, Gästenetze und viele Firmennetze haben das standardmäßig an); oder eine System-Firewall blockt. Die ersten beiden sind keine Einstellungsfrage — das Netz selbst lässt nicht zu, dass Geräte einander sehen. Dann spart ein Weg ohne Erkennung Zeit: Diese Seite zeigt sechs Ziffern, die Gegenseite tippt sie ein, und in welchem Netz ihr seid, ist egal.
Die andere Person will keine App installieren — geht es anders?
Ja — lass sie eine Webseite öffnen. Genau dafür ist diese da: Der Empfänger ruft die Adresse im Browser auf, scannt einen Code oder tippt sechs Ziffern — ohne Anmeldung, ohne Installation und ohne dasselbe Netz wie du. Firmenlaptops verbieten Installationen oft grundsätzlich; dieser Weg umgeht diese Voraussetzung.
Funktioniert ein LAN-Werkzeug, wenn wir nicht im selben WLAN sind?
Nein. Die ganze Voraussetzung eines LAN-Werkzeugs ist, dass sich die beiden Geräte in einem Netz sehen; fällt sie weg, bleibt ihm kein anderer Weg. Netzgrenzen zu überschreiten braucht ein anderes Verfahren: Ein Server hilft beiden Seiten, einmal Verbindungsdaten auszutauschen, danach entsteht die Direktverbindung übers Internet — genau das macht der Browser-Ansatz, und genau den nutzt diese Seite.
Ist der Browser-Weg deutlich langsamer als eine native App?
Im selben WLAN und mit zustande gekommener Direktverbindung sind beide Peer-to-Peer im LAN, und der Abstand ist gering — Netzwerkkarte und Festplatte setzen die Grenze. Der echte Abstand zeigt sich, wenn keine Direktverbindung zustande kommt: Das LAN-Werkzeug kommt nicht weiter, der Browser-Weg kann auf einen Relay ausweichen und weitermachen (begrenzt durch dessen Bandbreite und klar als Relay gekennzeichnet). Schau also weniger auf Spitzenwerte als darauf, ob es in deiner Lage überhaupt verbindet.